Die Bretter vor unseren Köpfen oder warum unser Gehirn uns nur sehen läßt, was es für richtig hält...

In unserem Kopf gibt es eine Art Filter, der uns von unserer Umgebung nur das zeigt, was unser Gehirn zuläßt. Bestimmte Informationen und Umgebungsreize werden einfach ausgeblendet, wir nehmen sie nicht mehr bewußt wahr.

Dies betrifft alle Wahrnehmungsebenen. Zum Beispiel hören wir erwartete oder monotone Geräusche wie Vogelgezwitscher oder das Ticken einer Uhr nach einiger Zeit nicht mehr, es sei denn wir wollen es hören und konzentrieren uns darauf. Dieser Mechanismus ist prinzipiell sinnvoll und sogar lebensnotwendig, denn er verhindert, dass wir mit Umweltreizen zugeschüttet werden und läßt nur die vermeintlich wichtigen Informationen durch. Leider gibt es immer wieder Situationen, in denen sich zeigt, daß der Filter leicht dejustiert ist und Informationen zurückhält, die für eine erfolgreiche Bewältigung der Situation hilfreich und wichtig wären. Dies ist nicht nur die Ursache für die berühmte Betriebsblindheit, sondern ist auch verantwortlich für zahlreiche zwischenmenschliche Mißverständnisse und Konflikte.

Die nachfolgende Demonstration soll die Filterwirkung vor Augen führen. Leider (oder besser Gott sei Dank) ist unser Filter nicht so einfach zu überlisten. Je nach individueller Justierung unseres Filters kann es bei einigen Menschen (häufig bei Kindern) vorkommen, dass die entscheidenden Informationen doch durchkommen und die Demonstration deshalb nicht funktioniert. Wenn Sie sich den Spaß nicht verderben wollen, folgen Sie deshalb bitte zügig und präzise den Anweisungen, ohne sich viele Gedanken darüber zu machen. Sie können die Demonstration beliebig oft wiederholen und dann in den späteren Durchläufen beginnen, über das Wirkungsprinzip nachzudenken.

Viel Spaß und los geht's!